356 VIP

Die Sonderausstellung 356 VIP – Very Important Porsches –

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die Erfolgsgeschichte des Porsche 356 war ein Programmpunkt auf unserer Osterreise 2016. Es lockte das Prototypenmuseum in der HafenCity der Hansestadt Hamburg.

Natürlich ist die Dauerausstellung des Museums ebenso interessant wie die Sonderschau – hier zunächst eine ganz kleine Auswahl:
  • Berlin-Rom Wagen (1939, Stromliniencoupé), Otto Mathé (Unternehmer/Schmierstoffhandel und Rennfahrer 1907-95) hat ihn 1949 von Ferdinand Porsche erworben und nach dem Krieg als Rennwagen eingesetzt,
  • daneben ein Mathé-Firmenbulli.
  • Cisitalia-Rennwagen D46.

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  • 904 oder in der Verkaufsbezeichnung Carrera GTS (1963-65), die erste Porschekonstruktion mit Kunststoffkarosserie.

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  • Spyder 718 (1957-62), Hinterteil besonders schön, der in der Historie noch vor dem 904 steht.
  • einer von ca. 100 produzierten Porsche-Jagdwagen (1953-58), daneben ein VW-Schwimmkübelwagen usw.

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Aber – zur Sonderschau und Anlass unseres Besuches!

Insgesamt 76.000 mal ist der Porsche 356 bis 1965 produziert worden. Betriebe, wie Reutter in Stuttgart und auch Karmann in Osnabrück, haben die Karosserien gefertigt. Aber 1948/9 haben bereits Keibl in Wien, Beutler in Thun/CH oder Gläser in Weiden/Oberpfalz erste 356 Cabriolets im Auftrag von Porsche hergestellt.

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Bis zum 3. April waren die Einzelstücke aus dem Porsche-Museum in Stuttgart und von priv. Sammlern (teilw. noch nie öffentlich gezeigt) zu Gast im Prototypenmuseum/HH:

  • Beutler-Cabriolet (1949), ältestes noch existierendes Porsche-Serienfahrzeug (680 kg).
  • Keibl-Cabriolet (1949), Konstruktion Windschutzscheibe ohne Seitenverstrebung (690 kg), entgegen dem Beutler-Entwurf strenger an die Linienführung von Erwin Komenda (Leiter der Karosseriekonstruktion und Designer bei Porsche bis 1966) orientiert. Siehe auch erstes Bild oben.

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  • Gläser-Cabriolet (1951), Karosserien wurden in 650 Std. Handarbeit gefertigt (243 St. bei Gläser produziert, noch ca. 20 weltweit erhalten, 840 kg und somit deutlich schwerer).
  • America-Roadster (1952), gut erkennbar an der geschwungenen Türlinie (nur 17 St. gebaut, 605 kg); Arvid schaut sich das Detail genau an.

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  • Gmünd-Porsche (1949), Aluminium-Coupé

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  • 1600 Carrera GTL Abarth-Porsche (1960), dem man eine schlechte Karosserieverarbeitung nachsagte, Königswellenantrieb mit 115PS, Leistungssteigerungen mit offenem Sebring-Rennauspuff ab Werk waren möglich.
  • 2000 GS-GT sog. Dreikantschaber (1963, im gleichen Bild dahinter), auch eine Sportversion des B-Modells.
  • Polizei-Porsche (1965, im gleichen Bild ganz hinten).
  • Cassis 5006 (1950, ältestes Coupé dt. Produktion, Bild rechts)

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  • 2000 GS Carrera 2 (1964), Spitzenmodell der Baureihe mit 130 PS.

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Außerdem in der Sonderausstellung zu sehen ein:

  • 1953  1500 S De Luxe Cabriolet US
  • und ein 1957  1500  GT-Speedster.

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Alles war übersichtlich präsentiert, mit ausreichend Information versehen und in angenehmer Atmosphäre zu erleben. Und was läuft derzeit im Prototypenmuseum – hier der link.

 

Ein Gedanke zu „356 VIP“

  1. Der alte 550 Spider- darauf den RSK- und dann den 904. Das waren die Lightweight KIller der
    herkömmlichen Garde englischer und italienischer Rennportwagen. (Jaguar,AstonMartin sowie Ferrari,Maserati Alfa und Lancia)
    Die Italiener rüsteten dann mit Oscas und die Engländer mit Lotus- aber nachdem ja Mercdes durch
    den tragischen LeMans Unfall sich zurückgezogen hatte, war Deutschland mit Porsche- und ein
    bischen Borgward .in dieser Disziplin -unschlagbar!

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