1. Mai – Käfer – Feiertag

VW 1300
Typ 147 „Fridolin“

Hannover – hier treffen sie sich am 1. Mai die Leute mit den etwas anderen Autos. Heckmotorwagen, alle mit dem gleichen Konstruktionsprinzip im Maschinenraum: luftgekühlte 4_Zyl.-Boxermotoren atmen durch Luftgitter und -führungen und verbreiten dabei den so typischen ungekapselten Motorsound. Hätte man die Namen der Fahrzeuge nicht schon oft gehört, würde es wohl eher ungewöhnlich anmuten. Sie werden als Nasenbär, Käfer, Kübel, Bulli oder Fridolin bezeichnet – total schräg diese Necknamen. Auf den Motorklappen findet man hingegen nur die Hinweise 1200, 1300, 1500, 1600, 411/412 und vielleicht noch etwas Volkswagen-Alphabet: L, S, LS, TL.

T1-Bus „Hippie“
Käfer-Hinterachse tief, tiefer, …

Messeparkplatz Ost nimmt an diesem Tag circa 3.000 alte Volkswagen auf, eine eindrucksvolle Kulisse. Außerdem kümmern sich 150 Händler und auch Privatanbieter um den Ersatzteilnachschub unter freiem Himmel. Seit 1983 wird dieses Treffen organisiert. In diesem Jahr sind wieder 15.000 Besucher der Einladung gefolgt. Und es lohnt sich dabei zu sein! Man sieht seltene KdF- oder Kübelwagen, sehr gut restaurierte oder erhaltene Originalfahrzeuge – Cabriolet, Limousine, Coupé, Geländewagen, Transporter in Luxus-, Export- oder Stardardausführung. Aber, so war es schon immer in der Szene, noch mehr Wagen sind umfrisiert – getunt, mit Zubehör individualisiert oder für den Motorsport weiterentwickelt.

Typ 14 Karmann Ghia „lowlight“
Typ 82 „Kübelwagen“

Die Besitzer geben immer Auskunft zu ihren Fahrzeugen, jeder Wagen hat eine Geschichte. Und zu Recht werden die alten Autos heute als technisches Kulturgut bezeichnet. Das klingt gut, aber vor allem ist es ein mobiles Erbe aus vergangenen Jahrzehnten, das uns heute noch Fahrspass vermittelt und zu solch fabelhaften Szene-Treffen begleitet.

Blick ins Karmann-Cabriolet mit einem portablen Radiogerät im Armaturenbrett
Typ 3 Variant

Hier die Stimmung vom Tag in einem kleinen Video eingefangen:

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