„Engländer rein, Möbel raus“ ….

…. das wäre ein Motto für die englischen Wochen im Möbelhaus. In Münster kann man ab heute stilvolle Oldtimer auf den Etagen des Möbelhauses Finke sehen. Seit vielen Jahren ist die Firma einer der Sponsoren der Münster-Classics.

Das Wetter spielt mit und die ersten Wagen werden am frühen Morgen auf Trailer verladen, um sie zum Möbelhaus zu fahren. Der 1,7t schwere Amstrong-Siddeley-Sapphire (1954) mit den Selbstmördertüren benötigt ein starkes Zugfahrzeug, die Singer-Gazelle (Cabriolet mit Erstzulassung 1960 in New-York) kommt hinter die MB S-Klasse. Der Singer ist ein typischer, englischer Mittelklasssewagen, der von 1956 bis 1970 von der Rootes-Group mit Sitz in London produziert wurde.

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Die Sphinx als Kühlerfigur mit den angedeuteten Strahltriebwerken beim Amstrong war der Hinweis auf die Flugmotoren des Herstellers. Letzte Autos der Marke wurden noch bis 1960 in Coventry gebaut.

Während wir verladen, wird im Möbelhaus schon eine erste Lieferung platziert: ein London-Taxi (1973, letzter Einsatzort als Hotelwagen in Hongkong) und der Austin-Healey 100/6 in seltener, gelber Lackierung (1958, 117 PS, 185km/h).

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Dieter und Monika haben Freude ihre Oldtimer einmal in neuer Umgebung zu sehen – der vollrestaurierte MGA 1500 (1959) wird hereingerollt. Der MGA wurde als Coupé und als Roadster ca. 101.000 mal gebaut, nur ca. 5.800 davon blieben auf der Insel. Der Sportwagen hält den Rekord für die höchste Exportrate britischer Autos.

Keine englische Oldtimerpräsentation ohne Jaguar: Karl-Heinz verläd den MKII 3.8 (1961). Für den langen E-Type 2+2 (1969) müssen in der Möbelausstellung die Sofas verrückt werden. Der berühmte E-Type mit 4,2 ltr.-Motor war auch schon als Neuwagen kein Schnäppchen, die Käufer mußten in den 60ern umgerechnet € 15.950 für diese Coupé-Version bezahlen. Die 2+2 steht nicht etwa für Allradantrieb, sondern bedeutet längerer Radstand mit 2 Notsitzen im Fond.

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Den D-Type-Rennwagen (1971) wollen alle schieben – das Deko-Team packt an! Der D-Type, der als Wettbewerbswagen bei Jaguar allein werksseitig zum Einsatz kam, hat in diesem Recreation-Modell einen 3,5 ltr.-Motor mit 170 PS verbaut und ist bei 1.100 kg auf einem Rohrrahmenchassis 200 km/h schnell.

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Ein Detail noch zum Singer-Cabriolet: das Stoffdach kann in 3 Positionen arretiert werden, offen, geschlossen und in der sog. Coupé-de-Ville-Position, die bis zur B-Säule  geöffnet wird. Die Karosseriesteifigkeit erhalten die Cabrios ggü. den Fahrzeugen mit festem Dach durch zusätzliche Kreuzverstrebungen in der Bodengruppe – britischer kann ein Auto kaum sein!

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Und wenn man einen englischen Oldtimer ins rechte Licht rücken will, so ist ein Kronleuchter sicherlich angemessen. Bis Mitte Dezember sind die Oldtimer jetzt bei Finke in Münster-Nienberge zu sehen.

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